Das Asperger-Syndrom ist eine immer noch recht unbekannte und meist falsch Interpretierte „Störung“.

Wikipedia beschreibt es folgendermaßen:

„Als Asperger-Syndrom wird eine tiefgreifende Entwicklungsstörung innerhalb des Autismusspektrums bezeichnet, die vor allem durch Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet ist sowie von eingeschränkten und stereotypen Aktivitäten und Interessen bestimmt wird. Beeinträchtigt ist vor allem die Fähigkeit, nonverbale und parasprachliche Signale bei anderen Personen intuitiv zu erkennen und intuitiv selbst auszusenden. Das Kontakt- und Kommunikationsverhalten von Asperger-Autisten erscheint dadurch „merkwürdig“ und ungeschickt und wie eine milde Variante des frühkindlichen Autismus (Kanner-Syndrom). Da ihre Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt nicht als Autisten, sondern als „wunderlich“ wahrgenommen. Gelegentlich fällt das Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Inselbegabung zusammen. Das Asperger-Syndrom gilt als angeboren und nicht heilbar; es macht sich etwa vom vierten Lebensjahr an bemerkbar.“

Meine Meinung

Dies entspricht den Symptomen, welche diese Mensch zeigen, schon ganz gut. Allerdings ist Asperger, wie auch AD(H)S, wiedermal „nur“ eine Beschreibung von Menschen, welche einfach anders sind. Sie entsprechen nicht der allgemeingültigen Norm und sich nicht zu Marionetten der Gesellschaft machen.

Früher wurde „Andersartigkeit“ auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder weggesperrt. Heutzutage ordnen wir diese Menschen in bestimmte Gruppen ein, geben denen einen Namen und stempeln Menschen, welche „anders“ sind zu Kranken ab.

Wenn man mal bedenkt, dass einfach von Ärzten und/oder Psychologen spekuliert wird, dass z.b. Albert Einstein, Mozart, Sokrates, Isaac Newton, Charles Darwin usw. sicherlich unter dem Asperger-Syndrom, Autismus oder AD(H)S litten, wird klar das der Mensch sich anscheinend immer noch „bedroht“ fühlt, sobald sich jemand nicht in die Gemeinschaft und allgemeine Regeln einfügt.

Nur, sind diese Menschen wirklich krank oder sind genau diese Menschen diejenigen, die uns in der Evolution vorangebracht haben?

Sicher ist eines, sie haben hier und da Menschen zum nachdenken gebracht. Sie haben uns mit neuen Werken begeistert und uns sogar zur Horizonterweiterung verholfen.

Genau diese Menschen, welche zu Kranken abgestempelt werden, sind diejenigen, welche über den Tellerrand hinweg schauen, weil sie sich eben nicht in das „normale Regelwerk“ hinein pressen lassen.

Allerdings müssen auch diese „Kranken“ vieles erleiden. Von Kindheit an haben sie Probleme mit ihrer Umwelt, weil sie sich nicht so erziehen lassen, wie es die Gesellschaft vorgibt.

Sie fordern ihre Eltern und Freunde heraus, machen sich und das Leben ihrer Mitmenschen nicht leicht.

Die Menschen aber, die bereit sind mal einen Blick über den Tellerrand zu wagen, werden erkennen, dass diese Menschen in keinem Fall krank sind.

Früher und auch heute noch, sind und werden es genau diese Menschen sein, die uns weiter bringen, denn ansonsten wäre die Evolution der Menschheit abgeschlossen, würden wir uns nicht mehr weiter entwickeln und alles würde ins stocken geraten.

Hätte es diese sogenannten Kranken nicht gegeben, würden wir heute wohl immer noch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und wären nicht in den Genuss der Musik von Mozart und anderen gelangt.

Nun stellt sich die Frage, sollte man die Menschen mit Asperger-Syndrom, Autismus und AD(H)S wirklich unter Drogen setzen, um ihnen unseren Willen aufzwingen, den Willen der derzeitigen Gesellschaft?

Müssen diese Menschen wirklich therapiert werden oder sollte man sie einfach so annehmen und akzeptieren wie sie sind?

In dem Wissen, dass doch gerade die Genies der damaligen Zeit auch unter der „Andersartigkeit“ litten, sollte nun die Zeit für ein Umdenken und Akzeptanz sein.